Leseliste 2018: Wie ich entscheide, was ich lese

Auf dem obersten Brett meines Regals stehen die Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, aber noch vorhabe zu lesen. Das sind derzeit etwas mehr als 100 Bücher. Mein Ziel für 2018: 50 Bücher. Im Grunde eines pro Woche, wobei ich mir zwei Wochen Puffer zugestehe. Auf meiner vorläufigen Leseliste befinden sich dennoch Bücher, die nicht dort oben stehen. Wie meine Leseliste entsteht.
Meine Leseliste basiert im Grunde auf einem Algorithmus. Klingt fancy oder? Ist aber weit weniger mathematisch, weil eigentlich habe ich nicht viel Ahnung davon.

Mein Lese-Algorithmus
Ich überlege mir zunächst, welche Themen mir im nächsten Jahr wichtig sind. Das sind beispielsweise: Romane, Gedichte, Biographien, Leiterschaft, Schreiben, Bibelkommentare, Atheismus, Apologetik, Gebet, Resilienz

Diese Themen sind mir aber nicht gleichwichtig. Mir reicht ein atheistisches Buch im Jahr vollkommen. Und ich will deutlich mehr Romane als Gedichtbänder lesen. Deswegen werte ich die Kategorien unterschiedlich: sagen wir Sachbücher bekommen den Faktor 2, Romane und Gedichte 1.

Meine Leseliste würde dann so aussehen: S, S, RG

Gedichte sind mir weit weniger wichtig als Romane, aber wenn ich sie nicht auf meine Leseliste setze, werde ich nie ein Gedicht lesen. Sagen wir, auf drei Romane soll ein Gedichtbüchlein kommen.

S, S, R, S, S, G, S, S, R, S, S, R

Ich möchte nicht nur in meiner christlichen Filterblase leben. Deswegen möchte ich unbedingt auch nicht-christliche Bücher lesen. Aber es ist mir durchaus wichtig, die Meinung verschiedener christlicher Autoren zu kennen und mich gut in der Bibel auszukennen. Das Verhältnis ist deswegen sagen wir 5:3.

SC, SW, R, SC, SC, G, SW, SC, R, SC, SW, R

Zu den säkularen Themen gehört natürlich der Atheismus, ich zähle außerdem Resilienz und Schreiben dazu. Biographien gibt’s in beiden Bereichen. Außerdem möchte ich mir Themen offen halten. Ich gewichte hier folgendermaßen: Schreiben 2, Resilienz 1, Bio 1, offenes Thema 1, Atheismus 1

Leiterschaft ist zwar kein rein geistliches Thema. Mir ist es aber wichtig, christliche Prinzipien von Leiterschaft zu lernen. In meinem Leben habe ich schon vielfach positive christliche Leiterschaft erlebt. Aber nur einen einzigen guten nichtchristlichen Leiter. Weitere Themen dieses Jahr sind Gebet und Apologetik. Auch hier nehme ich eine Biographie auf und Bibelkommentare kommen dazu. Meine Gewichtung: Leiterschaft 2, Gebet 3, Apologetik 2, Bio 1, Bibelkommentar 2

Damit sieht die Liste am Ende so ungefähr aus:

Leiterschaft, Schreiben, Roman, Kommentar, Gebet, Gedicht, Resilienz, Apologetik, Roman, Biographie, offenes Thema, Roman, Kommentar, Atheismus, Roman, Leiterschaft, Gebet, Gedicht, Schreiben, Apologetik, Roman, Gebet, Biographie, Roman

Das sind jetzt 24 Einträge, ich nehme die Liste also doppelt und lasse ein atheistisches Buch weg. Die fehlenden drei Bücher fülle ich problemlos spontan auf.

Gefüllt wird die Liste zunächst mit Büchern aus dem obersten Regal, bevorzugt von nichtamerikanischen Autoren, die vor 1900 geschrieben haben. In erster Linie, um das letzte Jahr auszugleichen, in dem fast jedes zweite Buch von einem Autoren aus Amerika stammte und fast alle Bücher nach 1900 geschrieben wurden.

Es kann allerdings immer sein, dass ich aus Recherchegründen, Bücher vorziehen muss. Außerdem werde ich möglichst früh in diesem Jahr die beiden Bücher lesen, die ich noch ausgeliehen habe.

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