Notker Wolf // Gute Vorsätze

Notker Wolf // Gute Vorsätze

Rechtzeitig vor Weihnachten und Silvester erscheint Notker Wolfs Buch über gute Vorsätze. Wolf schildert darin, welche Vorsätze lohnenswert sind und wie es uns gelingen kann, sie umzusetzen. Leider folgt er dabei keiner klaren Gliederung. Vielmehr wirkt das Buch wie eine Stoffsammlung dessen, was am Ende hätte stehen können. 

  • Take-Away: Scheitern gehört zu guten Vorsätzen dazu – und zum Prozess, die Vorsätze umzusetzen.
  • Ein Buch für: Menschen, die sich Jahr für Jahr vornehmen, endlich ins Fitnessstudio zu gehen

Die Kapitel an sich sind weitgehend stimmig und informativ. Aber eine saubere Gliederung hätte Lücken und Wiederholungen vermieden und überflüssige Informationen entfernt. Notker Wolf schildert beispielsweise ausführlich seine Erfahrungen mit dem Internet und sozialen Medien. Das ist amüsant und vielleicht auch respektabel für einen etwa 80 jährigen Mönch. Aber für die Leser unter 60 vermutlich eher nicht relevant. Vor allem aber: es hat ziemlich wenig mit guten Vorsätzen zu tun.

Das Buch erinnert mich an Weisheitssammlungen. Und tatsächlich gibt es einige Perlen zu entdecken und gute Tipps anzuwenden. Aber man muss sie sich eben selbst zusammenklauben. Seine wichtigsten Themen sind:

  • Selbstreflektion bzw. Umkehr
  • Mäßigung und Sucht
  • Die Macht kleiner Schritte und Gewohnheiten
  • Gemeinschaft und Einsamkeit

Und das sind alles hervorragende Themen. Nur: warum müssen die Informationen unbedingt über mehrere Kapitel verstreut sein? Ich wünschte, ich dürfte dieses Buch lektorieren, neu strukturieren und vom Autor zu dem einen oder anderen Thema weitere Seiten anfordern.

Notker Wolf // Gute Vorsätze
1. Auflage 2017
Gütersloher Verlagshaus
187 Seiten

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